Azure Stack PDF / MOC / Exam

Der Themenbereich Azure Stack nimmt nun (langsam) fahrt auf. Microsoft hat interessante Materialien veröffentlicht. Zum einen das PDF Azure Stack Building an end-to-end validation environment. Auf 46 Seiten werden die Basics beschrieben. Am Ende finden sich Links mit weiterführendem Material.

https://azure.microsoft.com/de-de/resources/azure-stack-building-end-to-end-validation-environment/en-us/

Daneben ist der Course 20537A: Configuring and Operating a Hybrid Cloud with Microsoft Azure Stack seit Ende September fertig und wird ab Anfang 2018 bei verschiedenen Schulungsanbietern zur Verfügung stehen. Der MOC Kurs bereitet auf die Zertifizierung 70-537 vor. Die Prüfung kann bereits als Beta Prüfung abgelegt werden und wird Anfang 2018 final. Microsoft hat zudem die Bedingungen für Beta Examen geändert. Diese sind nicht wie früher komplett kostenfrei, sondern werden teilweise verrechnet. Alle Infos dazu unter dem Link.

https://borntolearn.mslearn.net/b/weblog/posts/updates-on-microsoft-beta-exam-program-read-this

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Microsoft unterstreicht: Azure Stack nur als integriertes System

Historie: Am 26.01.2016 kündigte Microsoft die erste Technical Preview zu Microsoft Azure Stack an. Der Hype war schnell recht groß, schließlich verspricht Microsoft nichts Geringeres als „full power of a true hybrid cloud platform“. Letztlich hat man schon an den Anforderungen der TP1 (96 GB RAM, 12 CPUs und 4 Datendisks) gemerkt, dass dahinter kein kleines System steht. Die TP1 lässt sich, mal abgesehen von den Ressourcenanforderungen auf nahezu jeder Hardware betreiben. Zur WPC wurde dann zwischen den Zeilen erwähnt … Azure Stack nur als integriertes System. Damit verbunden, wurde auch der Release Termin auf Mitte 2017 verschoben. Mit einem integrierten System in Bezug auf Azure Stack meint Microsoft die Bindung an bestimmte Produkte der Hersteller Dell, HPE und Lenovo.

Die Ankündigung AzureStack nur als integriertes System anzubieten ist nicht unbedingt auf große Zustimmung gestoßen. Microsoft geht nun in einem erneuten Blogpost samt Video etwas genauer darauf ein.

Wenn wir uns die Infrastruktur in Azure anschauen, handelt es sich dabei um eine hoch-skalierbare und vor allem hoch-komplexe Cloud Plattform, ein Public Cloud Azure Clustersystem besteht aus 880 Servern. Diese Größe gilt es in das lokale Datacenter herunter zu skalieren, dabei jedoch die Vorteile der Effizienz, Stabilität und Performance beizubehalten. Microsoft verwaltet diese Plattform mit tausenden von Mitarbeitern und stellt dabei sicher, dass alle Komponenten, insbesondere Hardware und Software aufeinander abgestimmt sind. Nicht zu vergessen die enorm schnellen Patchzyklen, die sicher auch in ähnlicher Form im AzureStack umgesetzt werden. Sind dabei Hard- und Software nicht perfekt aufeinander abgestimmt, wird es zu unangenehmen Dienstausfällen kommen. Die Logik von Azure geht selbst vollautomatisiert gegen Hardwareausfälle vor. Das klappt natürlich nur dann, wenn die Logik die zugrunde liegende Hardware perfekt kennt und bspw. jeden Statuscode richtig interpretiert. Der klassische Hardwareansatz ändert sich mit Netzwerk- und Storage Virtualisierung zunehmend. Dazu kommt die neue Installationsmethode des Nanoservers, die sicherlich auch im AzureStack eine Rolle spielen wird. Die Standardserverhardware bietet heute weit mehr als man wirklich zum virtualisieren benötigt. Neu ist das Konzept für Microsoft keineswegs. Schon im aktuellen Release des Cloud Platform System (CPS) wird ein vollständig integriertes System bereitgestellt.

Dass das Konzept gut funktioniert, sieht man stark vereinfacht an der Azure StorSimple. Das Storagesystem wird von Microsoft quasi voll verwaltet. Selbst die Versionen der Firmware der Festplatten werden von Microsoft überwacht und die Releaseversion vorgegeben, samt dem Rollout und der Installationsroutine. Das Resultat ist ein stabiles System. Zurückhaltend äußert sich Microsoft dagegen, wie genau die Auslieferung des AzureStack Systems erfolgen soll. Kommt es komplett vorinstalliert, erfolgt die Installation durch die Hardware Partner, durch Microsoft Partner oder durch den Endkunden selbst? Zusammenfassend kann ich eingeschlagenen Weg von Microsoft verstehen, hoffe aber auch, dass das „neue“ CPS auf AzureStack Basis am Markt besser angenommen wird, als das aktuelle.

Interessant wird es, ob und wie Drittanbieter auf den AzureStack Zug aufspringen. Letztlich stellt AzureStack gerade für Provider einen interessanten Basisansatz dar. Möchte man dagegen Full Service Lifecycle Mangemant betreiben, so fehlen nach aktuellem Stand und Wissen aus der TP1 einige Prozesse wie Updatemanagement, Backup oder eine CMDB zur globalen Verwaltung aller Objekte der Cloud. Die TP2 wird gerade in einer privaten Preview getestet und soll Ende 2016 allen interessierten zur Verfügung stehen. So wie es aussieht wird die TP2 ebenfalls wieder auf nur einem Knoten installiert. Zu erwarten ist, dass dann eine eventuelle TP3 sich am zukünftigen Design orientiert. Microsoft nennt hier eine 4 Knoten Installation als kleinste AzureStack Einheit.

Abkündigung Azure RemoteApp

Bisher hat mir die Strategie von Microsoft in Hinblick auf Clouddienste immer zugesagt. Doch nicht nur am Beispiel der Nokia / Windows Mobile Abwicklung zeigt sich, dass Microsoft auch sehr schnell und konsequent damit umgeht, wenn ein Produkt nicht sofort den gewünschten Erfolg erreicht. So ergeht es nun auch dem Service Azure RemoteApp. Gestern Abend wurde eine entsprechende Infomail an alle Kunden verschickt. Nähere Erläuterungen sind im verlinkten Technet Blog Artikel zu lesen. So heißt es.

„Wir haben, basierend auf dem Feedback unserer Kunden und der Marktdynamik, unsere Strategie angepasst, um uns mehr auf die Cloudplattform zu konzentrieren, die fertigen Desktop- und Anwendungsvirtualisierungsdiensten zugrunde liegt. “

Weiterhin heißt es im Blog die bestmögliche alternative wird CitrixXenApp „express“ darstellen, dass sich allerdings aktuell noch in Entwicklung befindet. Nähere Informationen dazu sind in den nächsten Monaten zu erwarten. Als weitere alternative wird die Bereitstellung von RemoteDesktop als IaaS in Azure genannt. Die bestehenden Nachteile, siehe dazu auch mein IT-Administrator Artikel, scheint Microsoft hier auszublenden. Bestehende Kunden erhalten noch bis 31. August 2017 Support, bevor der Service endgültig vom Netz geht. Konkrete Migrationsmethoden werden nicht genannt, es wird jedoch Support angeboten. Wie genau der Support aussieht und ob dadurch Kosten entstehen bleibt offen.

Ich habe dem Produkt gerade durch die neuen Funktionen mehr potential zugerechnet. Es bleibt abzuwarten, was mit XenApp Express genau auf uns zukommt.

Update  14.08.2016

Hier gibt es erste Informationen zu XenApp Express

https://www.citrix.com/blogs/2016/08/12/citrix-to-introduce-a-cloud-service-that-delivers-secure-apps-from-azure-to-any-device/

 

Update Rollup 6 for System Center 2012 R2 Virtual Machine Manager

Am Dienstag wurde das Update Rollup 6 für System Center 2012R2 veröffentlicht. Für DPM gibt es, wie erwartet den SQL 2014 Support und eine neue Funktion beim Löschen der Protection Groups. Daneben wurden 15 Fehler korrigiert. In VMM können nun Azure Subscriptions integriert werden, dazu wurde die Integration von ASR verbessert. Gen2 VMs können nun für Services und VMRoles verwendet werden und die Netzwerkauslastung ist im Management Pack integriert. Daneben wurde eine Option zum Überbuchen des RAMs bei replizierten VMs ergänzt. Dazu kommen 46 Fehlerkorrekturen.

Für die Integration der Azure Subscription wird ein Management Zertifikat benötigt. Dieser Vorgang wird im MSDN beschrieben. Das Management Zertifikat muss auf dem VMM Server im Benutzerspeicher installiert werden.

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Werbung in eigener Sache – Workshop RDS und VDI

Ich habe in den letzten Wochen einen Workshop zum Thema REMOTE DESKTOP SERVICES UND VIRTUAL DESKTOP INFRASTRUCTURE UNTER MICROSOFT WINDOWS SERVER 2012R2 UND MICROSOFT AZURE ausgearbeitet. Der Workshop ist für jedermann über meinen Arbeitgeber buchbar.

Termine sind im Juli, August und September geplant. Vielleicht sieht man sich ja demnächst 🙂

 

Updaterollup 4 für System Center 2012 R2

Wie bereits in einem früheren Artikel angekündigt, wurde das System Center 2012R2 Update Rollup 4 veröffentlicht. Das Update steht für folgende Produkt zur Verfügung:

  • Data Protection Manager
  • Operations Manager
  • Service Manager
  • Service Provider Foundation
  • Service Reporting
  • Virtual Machine Manager
  • Windows Azure Pack

Die UR3 Buildnummer des VMM lautete 3.2.7672.0, die UR4 nun3.2.7768.0. Nach der Installation muss der VMM Agent auf den Hosts noch aktualisiert werden, ein SQL Script ist jedoch nicht mehr erforderlich. Mein Kollege Daniel hat in seinem Blog zu einigen Produkten noch nützliche Hinweise ergänzt.

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